Die Mittelohr-Pauke



Die hier aufgebaute Mittelohr-Pauke verstärkt den (leichten) Druck am großen Trommelfell zu einer (stärker spürbaren) Druckwelle am kleinen Pauken-Ausgang. Entscheidend ist das Flächenverhältnis zwischen Trommelfell und Pauken-Öffnung!


Im Mittelohr, das in der „Paukenhöhle (Tympanon)“ im Schädel untergebracht ist, wirkt das gleiche Prinzip: Die Luftschwingungen im Außenohr regen das (große) Trommelfell zum Schwingen an und werden auf die kleine Fläche des Steigbügels übertragen. Aufgrund des Flächenverhältnisses von 1: 20 kann dieser daher eine große Kraft entfalten. Nur so kann eine Wasserschwingung im Innenohr ohne Übertragungsverluste erzeugt werden.

Ohne diesen „Trick“ des Mittelohrs wären wir fast taub: Bei einem Ausfall des Mittelohrs (z.B. nach Entzündungen oder Verletzungen) beträgt der Hörverlust bis zu 60 dB, das ist die Hälfte des hörbaren Bereichs!

Das Trommelfell




Die aus der Luft aufgenommenen Schwingungen werden vom Trommelfell über die Gehörknöchelchenkette auf das Innenohr übertragen. Hierzu setzt der am Trommelfell befestigte Hammergriff den Hammer in Bewegung, dessen Auslenkungen auf den Steigbügel übertragen werden. Der Steigbügel ist mit dem Innenohr verbunden.

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