Der binaurale Teich



Eine einfache Analogie der enormen Fähigkeit unseres zweiohrigen (binauralen) Hörens bei der Ortung und Identifizierung von akustischen Objekten im Raum (“Cocktail-Party-Effekt”) ist ein Teich mit zwei Stichkanälen:
In Analogie zu den beiden Gehör-Eingängen der Ohren werden an den Enden des Teichs die Wasserwellen registriert, die sich von den akustischen Quellen im Teich, z.B. einem Stein, der ins Wasser fällt, bis in die Stich-Kanäle hinein “verirren”.




Unser Gehirn kann aus diesem “Wellensalat” wieder genau die Position und die Art dieser Objekte auf dem Teich herausrechnen – und das mit einer unglaublichen Präzision und Geschwindigkeit!

An den Enden der Stichkanäle sind Schwimmer angebracht, an denen man die Wellenbewegung beobachten kann. Kommt ein "Geräusch" von vorne, schwingen beide Schwimmer im selben Takt: Man sagt dazu, dass sie „in Phase schwingen“. Wenn der Wellenerzeuger nicht genau vor dem Kopf positioniert wird, kommen die Wellen mit einer Zeitverzögerung an den Schwimmern an. Die Schwimmer schwingen dann nicht im selben Takt: Je größer die Abweichung von der Mittellinie, desto weniger schwingen sie in Phase.

Aus den unterschiedlichen Zeitdifferenzen kann unser Gehirn die Position eines Geräusches errechnen.
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