Die akustische Kanone (Audiobeam)



Zwischen 1. und 2. Stockwerk des „Haus des Hörens“ ist ein Ultraschallstrahler (Audiobeam der Fa. Sennheiser) montiert, dessen gebündelter, unhörbarer Ultraschall-Strahl vom Hörgarten aus mittels eines Joysticks in verschiedene Richtungen gelenkt werden kann. Aufgrund der Nichtlinearität des Schallmediums wird es jedoch möglich, hörbaren Schall zu erzeugen, der genau von der Auftreffstelle des Ultraschall-Strahls auf ein festes Hindernis herrührt. Der Benutzer kann den Auftreffort des Ultraschallstrahls auf eine Gebäudewand oder ein sonstiges Ziel in bestimmten Grenzen mit einer Fernsteuereinrichtung selber variieren und dabei feststellen, daß ein Schall an einer (fast) beliebigen Stelle im Raum entstehen kann, ohne dass sich dort eine physikalisch sichtbare Schallquelle befindet. Dadurch wird es beispielsweise möglich, Vogelgezwitscher, Umweltgeräusche oder Musik an (fast) beliebigen Stellen erklingen zu lassen, die von der “akustischen Kanone” angepeilt werden.

Der vom Ultraschall-Wandler erzeugte Schalldruck ist nach bisherigen Erkenntnissen absolut ungefährlich und unbedenklich für den Menschen, d. h. ohne Einschränkung kann jeder Mensch den Strahl durchqueren oder von ihm “getroffen” werden.


Vergleich: Lautsprecher - Audiobeam


Ein normaler Lautsprecher erzeugt mit hörbarem Schall eine Kugelwelle, die sich in alle Richtungen ausbreitet. Ein Ultraschall-Sender besitzt aber eine viel kleinere Wellenlänge, so dass der Schall als gerichtetes Strahlenbündel abgestrahlt wird. Erst beim Auftreffen des Schallstrahls auf das Zielobjekt wird hörbarer Schall erzeugt, der sich von der Auftreffstelle kugelförmig ausbreitet.

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